Preise für Photovoltaik und Solaranlagen
Die Diskussion um die Photovoltaik Preise ist im Zuge von gesunkenen Einspeisevergütungssätzen und mit der geplanten Gesetzesnovelle um die weitere Absenkung der Einspeisevergütung entflammt, die im Sommer 2011 in Kraft tritt. Wie hoch die Absenkung genau ausfallen wird, ist entgegen anders lautenden Berichten noch nicht festgelegt, denn die Bundesregierung wartet die Auswertung der bis dahin vorgenommenen Investitionen ab und trifft die Entscheidung im Verlauf des Juni 2011.
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Möglicherweise sind die Sorgen um die wirtschaftliche Sicherheit der ökologischen Energiegewinnung leicht übertrieben, denn die Preise für die Herstellung der Anlagen sinken seit Jahren signifikant, und zwar nicht nur durch die asiatische Konkurrenz, sondern auch durch Innovationen der einheimischen Hersteller. Bei der Berechnung der Preise für eine Photovoltaikanlage legt man den Preis pro KiloWatt-Peak (KWp) installierter Leistung zugrunde, in welchem die Leistung der Anlagen gemessen wird. Die Preise pro KWp sind seit 2006 von damals etwa 5000,- € auf gegenwärtig etwa 2400,- bis 3000,- € / KWp gesunken, je nach Hersteller und Art der verwendeten Module.
Grundsätzlich hängt der Preis für eine Photovoltaikanlage von so vielen Faktoren ab, dass er nicht pauschal, sondern nur durch einen Photovoltaik-Rechner zu beantworten ist. Denn sowohl der Standort als auch Fläche, bei Dächern die Dachneigung- und Ausrichtung, die Höhe des Hauses und die Art der verwendeten Module haben großen Einfluss auf die Effektivität der Anlage und damit auf die sinnvolle Investition, die man tätigen sollte.
Es stellt sich die Frage, was die Anlage bei der gegenwärtigen und ab Sommer 2011 zu erwartenden Einspeisevergütung kosten darf. Hierzu gibt es Berechnungen, die die Degression (Absenkung) der Einspeisevergütung seit dem 01.01.2011 und neu ab dem Sommer 2011 berücksichtigen. Diese Berechnungen haben ergeben, dass Kleinanlagen bei Kosten von 2400,- bis 3000,- €/ KWp rentabel sind, wenn man die Einspeisevergütung ins Verhältnis zu den am Kapitalmarkt fälligen Zinsen für die Finanzierung setzt. Ab 30 KWp sinkt die Einspeisevergütung weiter ab, ab dieser Größenordnung muss auch der Preis für die Anlage sinken, und zwar um etwa 190,- bis 230,- €/ KWp. Das bedeutet für größere Anlagen, wie sie etwa auf Freiflächen aufgestellt werden, dass mit einem rentablen Preis von etwa 2.200,- bis 2.600,- €/ KWp die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann.
Eine interessante Kennzahl liefert die Preisentwicklung einzelner Module seit Dezember 2010, also seit Bekanntgabe der neuen Absenkungspläne der Bundesregierung für die Einspeisevergütung. Seither sind sie durchschnittlich um 5% gefallen, und zwar am stärksten bei Dünnschicht-CdS/CdTe-Modulen (9,4%) und Dünnschicht-a-Si/µ-Si-Modulen (8%).
Informationsstand: Januar 2011
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